Tet Trung Thu - Das vietnamesische Mondfest
Tet Trung Thu - das vietnamesische Mond- bzw. Mittherbstfest - wird jedes Jahr am 15. Tag des achten Monats nach dem Mondkalender gefeiert. Es fällt auf die Zeit des Vollmonds im September oder frühen Oktober und ist vor allem ein Fest für Kinder und Familien. Gemeinsam verbringen sie Zeit, pflegen Traditionen und freuen sich über die besondere Atmosphäre.
In Vietnam werden Straßen und Geschäfte mit bunten Laternen geschmückt. Kinder tragen selbst gebastelte oder gekaufte Laternen, ziehen durch die Straßen und nehmen an Umzügen teil. Die Laternen sind eines der wichtigsten Symbole des Festes. Dazu gibt es Musik und die berühmten Löwentänze. Die farbenfrohen Kostüme und Trommeln sorgen für eine fröhliche Stimmung.
Ein wichtiger Bestandteil des Festes sind die Mondkuchen, die „Banh Trung Thu". Sie werden mit verschiedenen Füllungen zubereitet und mit Familie und Freunden geteilt. Ihre runde Form symbolisiert den Vollmond, die Einheit der Familie und den Zusammenhalt. Auch Obst, Süßigkeiten und Tee gehören häufig zur festlichen Tafel. Kinder bekommen außerdem Geschenke, Laternen und Süßigkeiten. Traditionell werden auch Opfergaben für die Vorfahren vorbereitet. Danach wird gemeinsam gegessen und der Vollmond betrachtet.
Auch in Deutschland lebende Vietnamesen feiern Tet Trung Thu. Obwohl die Feste meist kleiner sind, organisieren Familien, Vereine und Gemeinden Laternenumzüge, Kinderfeste und gemeinsame Essen. Es werden Mondkuchen gegessen, Laternen gebastelt und manchmal Löwentänze oder Musikaufführungen veranstaltet. Gefeiert wird zum Beispiel in einem Gemeindehaus, einem Verein oder im Garten einer Familie.
Für viele Vietnamesen in Deutschland verbindet Tet Trung Thu die vietnamesische Heimat mit dem Leben in Deutschland. Besonders Kinder lernen dabei die Kultur ihrer Familie kennen. So bleibt die Tradition lebendig und wird von einer Generation an die nächste weitergegeben.
